BARRIEREFREIER INTERNETTEXT
Immer mehr FördergeberInnen fordern barrierefreie Websites nach internationalen Richtlinien. Technik und Inhalte müssen dabei Hand in Hand gehen: Wer auf Barrierefreiheit im Internet angewiesen ist, braucht naturgemäß leicht erfassbare TEXTE.
Das Web ist für alle Menschen frei zugänglich, unabhängig von Bildung, Muttersprache oder Beeinträchtigung. Die Inhalte einer Website sind von allen aufrufbar und müssen entsprechend verständlich geschrieben sein. Im Behindertengleichstellungsgesetz ist festgehalten, dass Inhalte allen Menschen, ungeachtet ihrer Einschränkung, zugänglich gemacht werden müssen.
Da Texte oft kompliziert gestaltet sind, ist dieser Anspruch für alle sinnvoll.
Barrierefreiheit wird laut WCAG2 (Web Content Accessibility Guidelines 2.0) nach vier Prinzipien definiert.
Die Kriterien laut WCAG2 treffen auch zur Beschaffenheit von Texten klare Aussagen:
- wahrnehmbar
- bedienbar
- verständlich
- robust
Zur Wahrnehmbarkeit:
Die Sprache sowie Ausnahmen in anderer Sprache müssen eindeutig gekennzeichnet sein. Für alle Nicht-Text-Inhalte sowie für zeitbasierte Medien (Videos) müssen Textalternativen zur Verfügung gestellt werden. Die Texte sollen in einer natürlichen Sprache formuliert sein.
Zur Bedienbarkeit:
Hier geht es um die Navigierbarkeit einer Seite und darum, wie man sich auf der Seite orientieren kann. Überschriften müssen Seite und Absätze deutlich gliedern. Sie müssen weiters einer klaren Hierarchie folgen, damit die Inhalte auch stimmig aufgefunden werden.
Zur Verständlichkeit:
Empfohlen wird eine einfache, klare Sprache, die für alle LeserInnen gut verständlich ist. Fremdworte und Fachbegriffe sollte man mit Erklärungen oder mit einem Wörterbuch verlinken. Abkürzungen und ausgefallene Satzzeichen sollte man vermeiden.
Weitere Gedanken zur Barrierefreiheit:
Ursprünglich war die Nutzung des Internet kleinen, begabten Personengruppen vorbehalten. Dies hat sich im Laufe der letzten zwanzig Jahre jedoch rasant verändert: Das "Web" hat mittlerweile abseits von Computer-Freaks ein breites Publikum erreicht und fast jede/r nutzt heute das Internet. Damit sind die Standards und Anforderungen an die Verständlichkeit naturgemäß gewachsen.
Barrierefreiheit ist eine innerliche Grundhaltung, eine Lebenseinstellung.
Umgesetzte Gleichstellung von Minderheiten.
Barrierefreiheit muss ein stimmiges Gesamtkonzept darstellen, damit sie bei den Betroffenen auch ankommt!.

